Auch eine fachgerecht verlegte Fläche braucht mit der Zeit etwas Pflege. Unkraut in den Fugen ist dabei das häufigste Thema, das Kunden nach der Fertigstellung an DS Pflasterbau herantragen. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Handgriffen lässt sich das Problem dauerhaft in den Griff bekommen.
Warum überhaupt Unkraut in den Fugen entsteht
Zwischen den Steinen sammeln sich mit der Zeit Staub, Blütenpollen und feine Erde an, ein idealer Nährboden für Samen, die der Wind oder Vögel dorthin tragen. Je offener oder ausgewaschener die Fuge, desto leichter finden Pflanzen dort Halt. Das betrifft grundsätzlich jede gepflasterte Fläche, unabhängig von der Verlegequalität.
Mechanische Entfernung ohne Chemie
Eine Fugenbürste oder ein spezielles Fugenkratzwerkzeug entfernt Unkraut samt Wurzel, ohne die Fläche zu beschädigen. Bei größeren Flächen hat sich auch ein Hochdruckreiniger mit Flächendüse bewährt, allerdings vorsichtig eingesetzt, damit kein Fugensand mit ausgespült wird. Auf chemische Unkrautvernichter sollte auf befestigten Flächen aus Umweltgründen verzichtet werden, zudem sind sie dort in Deutschland grundsätzlich nicht zulässig.
Fugen nachfüllen und verschließen
Nach der Entfernung lohnt es sich, die Fugen mit geeignetem Fugensand oder -splitt wieder vollständig zu verfüllen. Vollständig verfüllte, verdichtete Fugen bieten deutlich weniger Angriffsfläche für neue Samen als ausgewaschene oder halb leere Fugen.
Neuem Bewuchs vorbeugen
Regelmäßiges Kehren verhindert, dass sich erneut Erde und Staub in den Fugen ansammeln. Wer möchte, kann zusätzlich eine Fugenversiegelung aufbringen, die das Eindringen von Samen zusätzlich erschwert. Beides ersetzt keine einmalige Grundreinigung, verlängert aber deutlich die Zeit bis zum nächsten Unkrautbefall.
Wann sich ein Fachbetrieb lohnt
Bei einzelnen Grashalmen reicht meist der Griff zur Fugenbürste. Zieht sich Unkraut großflächig durch die gesamte Fläche oder treten zusätzlich Unebenheiten auf, kann das auf ein tieferliegendes Problem im Unterbau hindeuten, das ein Fachbetrieb prüfen sollte.
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Über den Autor
Mehmet DemirFachmann für Pflasterbau und Geschäftsführer von DS Pflasterbau, seit über 30 Jahren im Pflasterhandwerk tätig. Plant und verlegt jedes Projekt persönlich, ohne Subunternehmer.